D-A-CH-Referenzwerte; Sondergruppen und individuelle Situationen können abweichen.
Mangel klären
Symptome sind selten eindeutig
Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Hautveränderungen können viele Ursachen haben. Ernährungsprotokoll, Anamnese und gezielte Laborwerte sind aussagekräftiger als ein Präparat auf Verdacht.
Präparate prüfen
Etikett in fünf Schritten
- Tagesdosis vergleichen.
- Mehrfachquellen addieren.
- Warnhinweise beachten.
- Wechselwirkungen prüfen.
- Nutzen und Dauer festlegen.
13 Vitamine angezeigt
Vitamin A
Funktion: Sehen, Immunfunktion, Zelldifferenzierung und Embryonalentwicklung.
Gute Quellen: Leber, Käse und Fisch; als Provitamin A in Paprika, Kürbis, Aprikosen und Blattgemüse.
Dauerhafte Hochdosierung kann schaden; in der Schwangerschaft Retinolpräparate besonders vorsichtig bewerten.
Vitamin B1
Funktion: Energiestoffwechsel sowie Funktion von Nerven und Herz.
Gute Quellen: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch, Samen und Nüsse.
Der Bedarf hängt unter anderem von der Energiezufuhr ab.
Vitamin B2
Funktion: Energiegewinnung, Zellfunktion und Schutz vor oxidativem Stress.
Gute Quellen: Milchprodukte, Eier, Fleisch, Pilze, Mandeln und Vollkorn.
Lichtempfindlich – Lebensmittel möglichst lichtgeschützt lagern.
Vitamin B3
Funktion: Bestandteil zentraler Coenzyme des Energie- und Zellstoffwechsels.
Gute Quellen: Fleisch, Fisch, Erdnüsse, Pilze und Vollkorn; der Körper kann Niacin aus Tryptophan bilden.
Hoch dosierte Nikotinsäure kann Flush und weitere Nebenwirkungen auslösen.
Vitamin B5
Funktion: Als Bestandteil von Coenzym A wichtig für den Auf- und Abbau vieler Nährstoffe.
Gute Quellen: In sehr vielen Lebensmitteln, etwa Pilzen, Eiern, Hülsenfrüchten und Vollkorn.
Ein ernährungsbedingter Mangel ist selten.
Vitamin B6
Funktion: Eiweißstoffwechsel, Blutbildung, Nerven- und Immunfunktion.
Gute Quellen: Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Nüsse und Vollkorn.
Langfristig hoch dosierte Präparate können Nervenschäden verursachen.
Vitamin B7
Funktion: Fett-, Kohlenhydrat- und Aminosäurestoffwechsel.
Gute Quellen: Eier, Nüsse, Haferflocken, Hülsenfrüchte und Leber.
Hohe Biotinmengen können Laborwerte verfälschen – vor Bluttests angeben.
Vitamin B9
Funktion: Zellteilung, Blutbildung und Entwicklung des ungeborenen Kindes.
Gute Quellen: Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Orangen und angereicherte Lebensmittel.
Bei Kinderwunsch wird Folsäure bereits vor der Schwangerschaft empfohlen; Dosierung fachlich klären.
Vitamin B12
Funktion: Blutbildung, DNA-Synthese sowie Fett- und Aminosäurestoffwechsel.
Gute Quellen: Vor allem tierische Lebensmittel und gezielt angereicherte Produkte.
Bei veganer Ernährung ist eine zuverlässige Supplementierung notwendig.
Vitamin C
Funktion: Bindegewebe, antioxidativer Zellschutz und verbesserte Aufnahme pflanzlichen Eisens.
Gute Quellen: Paprika, Beeren, Zitrusfrüchte, Kohl, Kartoffeln und Petersilie.
Hitze- und lagerungsempfindlich; Gemüse kurz garen und frisch verwenden.
Vitamin D
Funktion: Calcium- und Phosphatstoffwechsel, Knochenstabilität und Muskelfunktion.
Gute Quellen: Hauptsächlich Eigenbildung durch UVB-Licht; außerdem Fettfisch, Eier und manche Pilze.
Präparate nicht nach Gefühl hoch dosieren; Risikogruppen und Blutwerte ärztlich bewerten lassen.
Vitamin E
Funktion: Schützt Zellmembranen vor oxidativem Stress.
Gute Quellen: Pflanzenöle, Nüsse, Samen und Weizenkeime.
Sehr hohe Ergänzungsmengen können unter anderem die Blutgerinnung beeinflussen.
Vitamin K
Funktion: Blutgerinnung und Knochenstoffwechsel.
Gute Quellen: Grünes Blattgemüse, Kohl, Kräuter und einige Pflanzenöle.
Bei Vitamin-K-Antagonisten die Zufuhr nicht eigenmächtig stark verändern.
Quellen & Vertiefung · Stand August 2026










