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Aminosäuren

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen. Es gibt 20 standardmäßige Aminosäuren, die in Proteinen vorkommen, und sie werden in essenzielle und nicht-essenzielle Aminosäuren unterteilt. Essenzielle Aminosäuren können vom Körper nicht hergestellt werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, während nicht-essenzielle Aminosäuren vom Körper produziert werden können.

**Essenzielle Aminosäuren:**
1. Isoleucin
2. Leucin
3. Lysin
4. Methionin
5. Phenylalanin
6. Threonin
7. Tryptophan
8. Valin
9. Histidin (für Kinder als essenziell betrachtet)

**Nicht-essenzielle Aminosäuren:**
10. Alanin
11. Arginin
12. Asparagin
13. Asparaginsäure (Aspartat)
14. Cystein
15. Glutamin
16. Glutaminsäure (Glutamat)
17. Glycin
18. Prolin
19. Serin
20. Tyrosin

Darüber hinaus gibt es einige nicht-standardmäßige Aminosäuren, die in speziellen biologischen Funktionen oder unter bestimmten Bedingungen im Körper eine Rolle spielen. Einige dieser Aminosäuren werden nicht in Proteinen kodiert, spielen aber wichtige Rollen in der Zellphysiologie.

Lexikon der Aminosäuren

Lexikon der Aminosäuren

Leucin

Funktion: Unterstützt das Muskelwachstum und die Gewebereparatur. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels.

Enthalten in:

  • Hühnchen
  • Fisch
  • Eier
  • Nüsse
  • Bohnen

Empfohlene Tagesdosis: 39 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Lysin

Funktion: Wichtig für die Proteinsynthese, die Kollagenbildung und das Immunsystem. Es hilft bei der Aufnahme von Kalzium und der Produktion von Hormonen.

Enthalten in:

  • Rotes Fleisch
  • Käse
  • Eier
  • Quinoa
  • Fisch

Empfohlene Tagesdosis: 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Valin

Funktion: Unterstützt die Energieversorgung der Muskeln und die Reparatur von Gewebe. Es ist essenziell für die geistige Leistungsfähigkeit.

Enthalten in:

  • Milchprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Fleisch
  • Getreide
  • Nüsse

Empfohlene Tagesdosis: 24 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Phenylalanin

Funktion: Vorläufer von Neurotransmittern wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Wichtig für die Funktion des Nervensystems.

Enthalten in:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Sojabohnen
  • Nüsse

Empfohlene Tagesdosis: 33 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Isoleucin

Funktion: Unterstützt die Heilung von Wunden, das Immunsystem und die Regulierung des Energiehaushalts.

Enthalten in:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte

Empfohlene Tagesdosis: 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Threonin

Funktion: Unterstützt die Bildung von Kollagen, Elastin und Zahnschmelz. Es hilft bei der Fettstoffwechselregulation.

Enthalten in:

  • Hühnchen
  • Fisch
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Grüne Bohnen

Empfohlene Tagesdosis: 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Tryptophan

Funktion: Vorläufer von Serotonin, das die Stimmung, den Schlaf und den Appetit reguliert.

Enthalten in:

  • Truthahn
  • Hühnchen
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Nüsse

Empfohlene Tagesdosis: 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Histidin

Funktion: Unterstützt das Wachstum und die Reparatur von Gewebe und die Produktion von Histamin, das für das Immunsystem wichtig ist.

Enthalten in:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Reis
  • Weizen
  • Milchprodukte

Empfohlene Tagesdosis: 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Unentbehrlich

Histidin · Isoleucin · Leucin · Lysin · Methionin · Phenylalanin · Threonin · Tryptophan · Valin

Entbehrlich oder bedingt unentbehrlich

Alanin · Arginin · Asparagin · Asparaginsäure · Cystein · Glutamin · Glutaminsäure · Glycin · Prolin · Serin · Tyrosin

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Leucin

Muskelproteinsynthese und Gewebereparatur.

Enthalten in

Hülsenfrüchte, Käse, Fisch, Eier, Nüsse

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Lysin

Proteinsynthese, Kollagenbildung und zahlreiche Stoffwechselprozesse.

Enthalten in

Hülsenfrüchte, Käse, Eier, Quinoa, Fisch

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Valin

Energieversorgung der Muskulatur und Aufbau körpereigener Proteine.

Enthalten in

Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch, Getreide, Nüsse

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Phenylalanin

Ausgangsstoff für Tyrosin und verschiedene Botenstoffe.

Enthalten in

Fleisch, Fisch, Eier, Soja, Nüsse

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Isoleucin

Bestandteil von Proteinen; beteiligt an Energie- und Glukosestoffwechsel.

Enthalten in

Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte

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Threonin

Bestandteil von Strukturproteinen und Schleimstoffen.

Enthalten in

Milchprodukte, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte

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Tryptophan

Ausgangsstoff für Serotonin, Melatonin und Niacin.

Enthalten in

Eier, Milchprodukte, Soja, Hafer, Nüsse

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Histidin

Wichtig für Wachstum, Gewebereparatur und Bildung von Histamin.

Enthalten in

Fleisch, Fisch, Reis, Weizen, Milchprodukte

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Methionin

Schwefelhaltiger Baustein von Proteinen und Ausgangsstoff weiterer Verbindungen.

Enthalten in

Eier, Fisch, Sesam, Getreide, Paranüsse

Weitere Proteinbausteine

Entbehrlich heißt nicht unwichtig

Der Begriff bedeutet nur, dass der Körper diese Aminosäuren unter normalen Bedingungen selbst bilden kann.

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Alanin

Energie- und Glukosestoffwechsel.

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Arginin

Stickstoffmonoxid- und Harnstoffstoffwechsel.

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Asparagin

Stickstofftransport und Proteinaufbau.

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Asparaginsäure

Aminosäure- und Energiestoffwechsel.

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Cystein

Schwefelhaltiger Proteinbaustein und Ausgangsstoff von Glutathion.

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Glutamin

Stickstofftransport und Brennstoff bestimmter Zellen.

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Glutaminsäure

Zentral im Aminosäurestoffwechsel.

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Glycin

Bestandteil von Kollagen und vieler körpereigener Verbindungen.

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Prolin

Wichtiger Strukturbaustein des Kollagens.

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Serin

Bestandteil von Proteinen und Membranlipiden.

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Tyrosin

Vorstufe von Schilddrüsenhormonen und Katecholaminen.

Pflanzlich kombinieren

Vielfalt über den Tag genügt

Hülsenfrüchte ergänzen sich gut mit Getreide, Nüssen oder Samen. Bei gesunden Erwachsenen muss die Kombination nicht zwingend in derselben Mahlzeit erfolgen.

Pulver & BCAA

Mehrwert vorher prüfen

Bei ausreichender Proteinzufuhr bieten einzelne Aminosäuren meist keinen automatischen Zusatznutzen. Hohe Dosen können mit Erkrankungen oder Medikamenten kollidieren.

Quellen & Vertiefung · Stand August 2026

DGE: Protein ↗BfR: Nahrungsergänzungsmittel ↗